Die ehrliche Antwort auf diese Frage beginnt mit einer Gegenfrage: Was soll die Website leisten? Eine Seite, die im Wesentlichen Adresse und Öffnungszeiten zeigt, ist etwas grundlegend anderes als ein Auftritt, der planbar Anfragen erzeugen soll — auch wenn beide von außen ähnlich aussehen können.
Deshalb finden Sie auf dieser Seite keine Preisliste. Was Sie finden, sind die Faktoren, die den Preis tatsächlich bestimmen, und die Punkte, an denen Sie ein unseriöses Angebot erkennen.
Was den Preis wirklich bestimmt
1. Der Umfang der Struktur
Nicht die Anzahl der Seiten allein, sondern die Anzahl unterschiedlicher Seitentypen. Zwanzig Seiten nach demselben Muster sind schneller umgesetzt als fünf Seiten, die jeweils eigene Bausteine brauchen. Fragen Sie ein Angebot deshalb nie nach der Seitenzahl, sondern nach den Vorlagen.
2. Wer die Inhalte liefert
Dieser Punkt wird regelmäßig unterschätzt und ist häufig der größte Zeitfresser im Projekt. Wenn Texte, Bilder und Struktur von Ihnen kommen, ist die Umsetzung deutlich günstiger. Wenn wir Inhalte erarbeiten, ist das eigenständige Arbeit — und wird entsprechend berechnet.
3. Funktionen jenseits der Darstellung
Ein Kontaktformular ist Standard. Ein Buchungssystem, ein Kundenbereich, eine Anbindung an Ihre Warenwirtschaft oder ein mehrsprachiger Auftritt sind es nicht. Jede dieser Funktionen bringt eigene Anforderungen mit — technisch und rechtlich.
4. Sichtbarkeit von Anfang an
Eine Website, die von Beginn an für Suchmaschinen strukturiert ist, kostet in der Umsetzung mehr als eine, die es nicht ist. Sie kostet aber erheblich weniger als eine Website, die nachträglich umgebaut werden muss, weil sie nicht gefunden wird. Diese Nachbesserung ist einer der teuersten Posten überhaupt.
5. Was nach dem Start passiert
Hosting, Aktualisierungen, Sicherungen, Erreichbarkeit im Störfall: Das sind laufende Kosten, die in vielen Angeboten fehlen. Eine Website ohne Pflege wird innerhalb weniger Jahre zum Sicherheitsrisiko.
Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen
- Ein Festpreis ohne Gespräch. Wer einen Preis nennt, bevor er weiß, was Sie brauchen, hat entweder eine Vorlage im Sinn oder kalkuliert Nachforderungen ein.
- Zusagen zu Google-Positionen. Niemand kontrolliert die Faktoren, nach denen Google sortiert. Eine Platzgarantie ist ein Warnsignal, kein Qualitätsmerkmal.
- Auffällig niedrige Einstiegspreise. Prüfen Sie, was danach kommt: Laufzeit, monatliche Gebühren, und vor allem, wem die Website am Ende gehört.
- Unklare Eigentumsverhältnisse. Domain, Hosting-Zugang und Inhalte müssen auf Ihren Namen laufen. Andernfalls können Sie den Anbieter praktisch nicht wechseln.
- Kein Wort über Weiterleitungen. Bei einem Relaunch ist das der Punkt, an dem Sichtbarkeit verloren geht. Wer ihn nicht von sich aus anspricht, hat ihn nicht eingeplant.
Die Frage hinter der Frage
„Was kostet eine Website?“ ist selten die eigentliche Frage. Meist lautet sie: Lohnt sich das für uns? Diese Frage lässt sich rechnen — wenn Sie wissen, was eine Anfrage in Ihrem Geschäft wert ist und wie viele davon Sie brauchen.
Eine Website, die im Jahr zehn zusätzliche Anfragen bringt, rechnet sich in manchen Branchen nach wenigen Wochen — in anderen nie. Ohne diese Zahl ist jedes Budget geraten.
Genau darüber sprechen wir im Erstgespräch, bevor wir über Gestaltung reden. Am Ende wissen Sie, welche Größenordnung für Ihr Vorhaben realistisch ist — auch dann, wenn Sie sich anschließend gegen uns entscheiden.